Schaufenster-Award #2

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Der zweite Schaufenster-Award geht an ein Reisebüro in Berlin. Hochverdient, wie ich finde. Was, bitte, sollen die Uralt-Rechner im Schaufenster? Soll hier klar gemacht werden: Unsere Computer-Infrastruktur ist auf dem neuesten Stand – die ollen Klamotten haben wir aussortiert und zum Beweis ins Schaufenster gestellt?

Vielleicht ist es auch nur ein Hinweis auf die Fortschrittlichkeit von Turkish Airlines, die bis vor kurzem anscheinend noch mit Sextant und Karte von Flughafen zu Flughafen navigierte? Es könnte aber auch sein, dass die Chefs des Reisebüros immer nur durch die Hintertür in ihren Laden gehen und deshalb gar nicht bemerkt haben, dass die praktische Abstellkammer eigentlich das Schaufenster ist…

Sehr wahrscheinlich hat sich hier niemand über die Wirkung des Schaufensters Gedanken gemacht. Dabei kann man durchaus Effekte auf die Kauflust eines Passanten feststellen, wie diese interessante Studie zeigt. Klar, das Reisebüro um die Ecke muss kein Hochglanz-Schaufenster bieten (wobei glänzen im Sinne von „geputzt sein“ darf es schon). Das Schaufenster bietet aber einen ersten Eindruck von der Leidenschaft, die der Dienstleister an den Tag legt. Wer ernsthaft Urlaub, Reisen und Erholung mit Museumsstücken vergangener IT-Zeitalter verbindet, hat definitiv den falschen Beruf gewählt und wirkt auf mich nur sehr mäßig begeisternd.


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