…und sogar frisch! Und lecker!!

© kundenkunde.de
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„Chef, wir machen grad das Plakat für dieses neue Balzac-Gebräu. Sieht gut aus, oder?“
„Hmm, irgendwas fehlt. Was zeichnet das Produkt aus?“
„Es schmeckt nach Erdbeer.“
„Steht schon im Namen.“
„Hat wenig Fett.“
„Steht auch im Namen.“
„Mehr wissen wir auch nicht. Ist halt so ein Sommergetränk mit Erdbeergeschmack.“


„Ist es lecker oder eklig?“
„Hoffentlich lecker.“
„Ist es von letzter Woche oder wird es frisch gemacht?“
„Ah, wir wissen worauf Sie hinaus wollen. Sie Fuchs!“
„Der Kunde schaltet sein Gehirn aus, wenn er einkauft – das wollen wir ja auch. Meistens ist das gut – die Kaufwut übernimmt dann das Kommando. Aber manchmal ist das auch schlecht. An diesem Punkt müssen wir dem Kunden helfen. Was Balzac verkauft ist immer frisch und lecker. Lieber kommunizieren wir das zuviel, als zuwenig. Nicht, dass der Kunde denkt, wir verkaufen hier den Rest von letzter Woche. Immer dran denken: Der Kunde ist doof“
„Genial. Ich mach‘ einen Störer fertig.“

Werbung mit Selbstverständlichkeiten ist riskant. Ist es bei Balzac nicht normal, dass alles „frisch und lecker“ ist? Warum muss man diese Eigenschaften so explizit herausstellen? Kommunikation ist und bleibt riskant.

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