Kassenbon bei Kaufland bringt Ordnung in den Einkauf

Kassenbon Kaufland
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Kassenbons – sinnbildlichster Ausdruck deutscher Bürokratie oder notwendiger Teil des Einkaufrituals? Wie auch immer – an welchen Kassenbon der letzten Wochen könnt ihr euch noch erinnern? Vermutlich an keinen, weil eh alle gleich aussehen. Trotzdem hat es Kaufland geschafft, sich nicht nur auf verblüffend einfache Weise von der Konkurrenz abzuheben, sondern dem Kunden gleichzeitig einen echten Mehrwert zu bieten. Ein Paradebeispiel für gelungenen Kundenservice.

Wenn man sieht, wie einfach es Kaufland gelingt, auf dem Kassenbon für Kundenbegeisterung zu sorgen, muss man sich fragen, warum auf die Idee bisher noch niemand gekommen ist. Das Kassensystem bei Kaufland druckt den Kassenzettel nämlich erst, wenn der letzte Artikel über den Scanner gezogen wurde. Allerdings wird der Einkauf nicht entsprechend der Reihenfolge auf dem Laufband aufgelistet, sondern in Kategorien eingeteilt, so dass man als Kunde einen sehr viel besseren Überblick über seinen Einkauf bekommt (siehe Foto)! Mir gefällt das sehr (anderen übrigens auch), vor allem, weil es zeigt, dass häufig die kleinen Details dazu beitragen, den Kunden zu überraschen und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Bravo, Kaufland!

Kennt ihr andere Geschäfte, die diese Art von Kassenbons ausgeben?


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Kategorie: Kundenservice 12 Kommentare »

12 Reaktionen zu “Kassenbon bei Kaufland bringt Ordnung in den Einkauf”

  1. Ally

    Tatsächlich eine gute Idee, die Schule machen sollte. Nur entnehme ich dem Foto, dass Brot & Knäckebrot unter Kaffee / Tee verbucht wurden – ganz perfekt funktioniert die Idee offenbar noch nicht.

  2. Peter

    Hallo Ally,

    danke für den Hinweis. Das System scheint tatsächlich ausbaufähig zu sein. Vielleicht liest ja ein Verantwortlicher von Kaufland mit und nimmt sich der Sache direkt an.

  3. VonFernSeher

    Wie es in den letzten zwei Jahren bei Kaufland mit Kundendienst aussah, vermag ich (mangels Anwesenheit) zwar nicht zu sagen, aber davor gehörte Kaufland schon zu meinen bevorzugten Läden, weil die immer gut auf Kundenwünsche eingingen. Bei einem Kaufland nahe an einem beliebten Park gab es im Sommer bis zehn Uhr abends eine persönlich bediente Grillfleischtheke (auch wenn an besonders sonnigen Tagen selbst Kaufland schon nachmittags kein Grillfleich mehr auftreiben konnte), es gab verschiedene Vergleichswarenkörbe zum Nachrechnen an der Info, eine persönliche Annahme von Verbesserungsvorschlägen (und dann sogar eine Antwort per E-Mail, wenn man wollte), die oft unterschätzte zusätzliche Waage neben der Kassenreihe, es wurden Eier, Kräuter u.ä. von der Kassiererin unaufgefordert nochmal kontrolliert u.v.m. Und dabei waren die Preise im Vergleich mit anderen kundendienstorientierten Märkten wie dem Edeka-Aktiv-Markt moderat.

    Den Aufpreis zum Diskontmarkt (damals so ca. 5%) und die Anfahrt haben wir gerne in Kauf genommen, auch wenn wir keine Großverdiener sind. Denn das Weniger an Stress und Verärgerung war es uns wert.

    Hinweis: Auch wenn es so klingen mag, das ist keine Schleichwerbung vom Kauflandmitarbeiter, sondern vielmehr die Verärgerung, dass es die meisten Läden/Ketten – nicht nur in Deutschland – nicht hinbekommen, obwohl man anscheinend trotz gutem Kundendienst immer noch genug Geld verdienen kann.

  4. Peter

    Hallo VonFernSeher,

    danke für deinen Erfahrungsbericht.
    Als Familie kaufen wir seit einigen Monaten auch regelmäßig bei Kaufland ein und ich kann deine Einschätzung nur bestätigen. Ich bin immer wieder erstaunt, dass es ein so riesiger Supermarkt wie Kaufland schafft, sich durch die genannten „Kleinigkeiten“ nachhaltig von der Konkurrenz abzuheben. Zumindest empfinde ich persönlich das so. Dazu gehört z.B. auch die Nachfrage, ob man Leergut abgegeben hat (den Bon vergisst man nämlich sehr gern mal in der Hosentasche) und ob man beim Einkauf heute zufrieden war und alles gefunden hat – auf eine Art und Weise, die erstaunlicherweise nicht aufgesetzt wirkt.
    Vielleicht schaffe ich es mal, das Konzept von Kaufland in einem Artikel näher zu betrachten und einen Verantwortlichen für ein Interview zu gewinnen.

  5. Knut Pankrath

    In die Euphorie ob eines digital sortierten Kassenbons möchte ich gern einen Einwand aus erlebter Realität bei einem Drogeriemarkt bringen: Da wurde auch eine Sortierung der Einträge vorgenommen, die sich teils erschloss. Jedoch waren die Einkäufe in einer gewollten Reihenfolge auf dem Band, um später eine leichte Trennung in eigene und die eines „Mitbestellers“ durchführen zu können. Alles umsonst. Was spricht eigentlich dagegen, den Kunden wählen zu lassen, wie er es gern hätte? Mir fiele auch noch alphabetisch oder nach Preis ein, was jeweils auch Sinn ergeben könnte. Und mit einer Kundenkarte ließe sich sogar eine E-Mail Adresse hinterlegen, an die… Nun ja, wollen wir mal nicht gleich 10 Jahre überspringen, oder?

  6. VonFernSeher

    @Knut Pankrath

    Für getrennte Auflistung gibt es doch die Zwischensumme. Dann sollte eine intelligent programmierte Kassenanlage doch noch einmal neu mit dem Zählen anfangen.
    Auf einen Kunden, der sich erst noch einmal überlegen muss, wie er seinen Kassenzettel denn gerne hätte („Nach Produktklassen, nein: nach Alphabet, oder nein: aufsteigend nach Preis, halt, warten Sie: doch nach Regalnummer…“), möchte ich nicht warten müssen und eine Kundenkarte, die außer einer Kundennummer irgendein anderes Datum enthält, möchte ich auch nicht.

  7. Peter

    @knut: Die Idee mit der hinterlegten E-Mail-Adresse finde ich richtig gut! Hört auf diesen Mann!
    Das Problem mit den extra sortierten Waren kann man dann nur umgehen, wenn man zweimal bezahlt. Allerdings muss man dazu vorher wissen, dass der Bon entsprechend sortiert wird. Verstehe das Problem, allerdings ist dieser Fall natürlich auch die weitaus seltenere Variante des Einkaufs…

    @VonFernSeher: Oh ja – ich kann mir direkt vorstellen, wie die Leute erst ihr Kleingeld zusammensuchen und dann noch ne halbe Minute überlegen, wie denn heute der Bon aussehen soll. :):) Aber vielleicht auch alles nur eine „Erziehungsfrage“.

  8. Tanja

    Ich finde die neue Einteilung des Kassenbons bei Kaufland echt gut. So sieht man wenigstens, für welchen Bereich man das meiste Geld ausgibt.

  9. stefanus

    ich finde auch das dass mal eine gelungene innovation ist ;)

  10. Pelz

    sowas hab ich ja noch nie gesehen. aber das finde ich super.
    ist wesentlich übersichtlicher als bislang…

  11. Micha

    Hallo
    den gibts bei uns schon seit März und ich habe auch darüber berichtet.
    Gruß
    Micha

  12. Peter

    Hi Micha,

    danke für deinen Hinweis auf deinen Artikel. Gut zu sehen, dass auch andere die Idee von Kaufland gut finden!
    Gruß
    Peter.

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